Einfamilienhaus in Mahlow, Garage - Immobilienkauf ohne Maklerprovision
In Blankenfelde-Mahlow, einer Gemeinde mit rund 29.280 Einwohnern etwa drei Kilometer südlich von Berlin im Landkreis Teltow-Fläming, wird ein Einfamilienhaus zur Zwangsversteigerung angeboten. Das 1980 errichtete Gebäude verfügt über eine Wohnfläche von rund 41 Quadratmetern und steht auf einem 978 Quadratmeter großen Grundstück.
Das teilweise unterkellerte Objekt umfasst neben dem Wohnhaus eine Garage mit einem Stellplatz sowie ein zusätzliches Nebengebäude. Bei der letzten Besichtigung stand die Immobilie leer. Die Zwangsversteigerung wird vom Amtsgericht Potsdam durchgeführt, das seit 1994 als zentrale Zuständigkeit alle Zwangsversteigerungsverfahren für Immobilien in den Bezirken Potsdam, Brandenburg an der Havel, Rathenow und Nauen abwickelt.
Der angegebene Kaufpreis entspricht dem gerichtlich ermittelten Verkehrswert, der auf Grundlage eines Sachverständigengutachtens festgesetzt wurde. Bei der Versteigerung kann ein Zuschlag bereits ab 50 Prozent dieses Wertes erfolgen, in Zweitterminen unter Umständen sogar darunter. Für potenzielle Bieter entfallen zudem Makler- und Notarkosten.
Vorabkauf als Alternative zur Auktion
Interessenten haben die Möglichkeit, die Immobilie bereits vor dem offiziellen Versteigerungstermin zu erwerben. Diese Option des Vorabkaufs wird zunehmend genutzt: Etwa 50 Prozent aller Zwangsversteigerungsverfahren in Deutschland enden durch private Verkäufe, bevor es zur gerichtlichen Auktion kommt. Dies erklärt, warum angesetzte Versteigerungstermine häufig kurzfristig aufgehoben werden.
Die Zwangsversteigerung ist Teil eines breiteren Trends auf dem deutschen Immobilienmarkt. In der ersten Jahreshälfte 2026 wurden bundesweit 7.845 Immobilien zur Zwangsversteigerung angesetzt, ein Anstieg um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die zunehmende Zahl von Zwangsversteigerungen wird auf wirtschaftliche Belastungen und gestiegene Refinanzierungskosten zurückgeführt.
Ablauf und Anforderungen der Auktion
Wer an der Versteigerung teilnehmen möchte, muss eine Sicherheitsleistung in Höhe von zehn Prozent des festgesetzten Verkehrswertes hinterlegen. Diese kann per Banküberweisung oder Bankscheck beim Gericht eingereicht werden. Die Bietphase im Gerichtssaal dauert mindestens 30 Minuten, während derer Interessenten mündlich Gebote abgeben können.
Vom Gerichtsbeschluss zur Zwangsversteigerung bis zum tatsächlichen Auktionstermin vergehen in Deutschland üblicherweise neun bis zwölf Monate, regional können es auch bis zu 24 Monate sein. Potenzielle Käufer sollten beachten, dass sie in den meisten Fällen keine Möglichkeit haben, das Innere der Immobilie vor der Versteigerung zu besichtigen, da der derzeitige Eigentümer das rechtliche Recht hat, den Zutritt zu verweigern.
Risiken beim Erwerb
Immobilien aus Zwangsversteigerungen werden grundsätzlich im Ist-Zustand verkauft, ohne jegliche Gewährleistung für versteckte Mängel. Käufer können zudem ausstehende Instandhaltungsschulden übernehmen, die mit der Immobilie verbunden sind. Diese Faktoren sollten bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.
Der Immobilienmarkt im Großraum Berlin zeigt für 2026 durchschnittliche Wiederverkaufspreise für Eigentumswohnungen zwischen 5.180 und 5.800 Euro pro Quadratmeter. Nach Preiskorrekturen in den Jahren 2022 und 2023 stabilisiert sich der Markt zunehmend. Für weitere Informationen zur Immobilie können Interessenten das anbietende Unternehmen kontaktieren, wobei Anfragen eine Telefonnummer enthalten müssen. Ein Energieausweis ist beim Erwerb durch Zwangsversteigerung nicht erforderlich.

