Explosion zerstört Hauseingang in Frankfurt-Bockenheim – dritter Vorfall binnen 48 Stunden

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Nach Explosionen in Sachsenhausen und Offenbach am Sonntag wurde am Montagmorgen ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt-Bockenheim durch einen Sprengsatz beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Verbindungen zur organisierten Kriminalität.

Explosion zerstört Hauseingang in Frankfurt-Bockenheim – dritter Vorfall binnen 48 Stunden

Am Montagmorgen gegen 5.50 Uhr hat eine Explosion den Eingang eines Mehrfamilienhauses im Neubaugebiet Schönhof-Viertel in Frankfurt-Bockenheim zerstört. Anwohner alarmierten nach einem lauten Knall die Polizei. Die Haustür wurde komplett zerstört, Glasscheiben zerbarsten. Verletzt wurde niemand.

Nach Angaben einer Zeugin legte eine schwarz gekleidete Person einen Sprengsatz an dem Gebäude ab und flüchtete anschließend vom Tatort. Die Spurensicherung war am Montagmorgen noch vor Ort. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass in alle Richtungen ermittelt werde. Was genau den Knall verursachte, ist noch unklar.

Dritte Explosion innerhalb von zwei Tagen

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Explosionen im Rhein-Main-Gebiet ein. Bereits am frühen Sonntagmorgen ereigneten sich zwei ähnliche Taten: In Frankfurt-Sachsenhausen wurde ein Kiosk stark beschädigt. Kurz nach der Explosion nahm die Polizei einen Tatverdächtigen in der Nähe des Tatorts fest. Er soll im Laufe des Montags einem Haftrichter vorgeführt werden.

Etwa zur gleichen Zeit, gegen 4.45 Uhr, explodierte in Offenbach an der Frankfurter Straße ein Sprengsatz. Nach polizeilichen Erkenntnissen war eine Bar das eigentliche Ziel des Anschlags, während ein gegenüberliegendes Café durch die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Schaufensterscheiben beider Lokale gingen zu Bruch. Auch hier gab es keine Verletzten.

Ob die drei Explosionen miteinander in Verbindung stehen, wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Die Ermittlungen zu allen drei Vorfällen dauern an. Die Polizei geht von vorsätzlichen Taten aus.

Teil einer bundesweiten Entwicklung

Die jüngsten Anschläge fügen sich in ein Muster zunehmender Gewalt durch organisierte Kriminalität in deutschen Großstädten ein. Seit 2024 verzeichnen Städte wie Frankfurt, Stuttgart, Köln und Hamburg einen deutlichen Anstieg solcher Vorfälle. Auch in Berlin stieg die Waffenkriminalität zwischen 2024 und 2025 um 68 Prozent. Seit Januar 2026 wurden dort mindestens neun Schusswaffenangriffe auf Personen oder Gebäude registriert.

Sicherheitsbehörden untersuchen die Vorfälle im Zusammenhang mit dem Phänomen Violence-as-a-Service. Dabei beauftragen kriminelle Netzwerke häufig junge Täter im Alter von 15 bis 25 Jahren, oft aus dem Ausland, mit der Durchführung von Anschlägen in Deutschland. Die Täter werden gezielt rekrutiert und reisen teilweise mit Touristenvisa ein, um nach der Tat sofort wieder auszureisen.

Im März 2026 war bereits ein 20-jähriger Niederländer wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an mehreren Explosionen im Rhein-Main-Gebiet festgenommen worden. Experten sehen in den aktuellen Vorfällen einen Überschwappeffekt krimineller Strukturen aus den Niederlanden nach Deutschland.

In Offenbach waren in den vergangenen Monaten mehrfach Shishabars und Restaurants Ziel ähnlicher Anschläge. Die Serie von Brandanschlägen und Explosionen hält die Ermittlungsbehörden in der gesamten Region in Atem.

#Terrorismus#Polizei
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