US-Gesandte Witkoff und Kushner treffen nach Moskau-Besuch erstmals in Kiew ein

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Nach Gesprächen mit Kremlchef Putin reisen die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner heute erstmals nach Kiew. Der Besuch findet während einer dreitägigen Waffenruhe statt – auf einem für westliche Politiker ungewöhnlichen Weg.

US-Gesandte Witkoff und Kushner treffen nach Moskau-Besuch erstmals in Kiew ein

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden heute in Kiew erwartet, um mit Präsident Wolodymyr Selenskyj über eine Beendigung des seit über vier Jahren andauernden Ukraine-Kriegs zu sprechen. Es ist der erste Besuch der beiden Vermittler in der ukrainischen Hauptstadt, seit US-Präsident Donald Trump im Januar 2025 sein zweites Amt angetreten hat.

Nach ihrem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau hätten die Gesandten "konkrete Pläne" für die nächsten Schritte zur Beendigung des Kriegs erörtert und freuten sich auf "ebenso produktive Treffen" in der Ukraine, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses der Nachrichtenagentur AFP mit. Der Besuch soll im Rahmen einer von Selenskyj und Putin erklärten dreitägigen örtlich begrenzten Waffenruhe stattfinden.

Ungewöhnliche Anreise per Flugzeug geplant

Laut Selenskyj war geplant, dass die beiden Vermittler mit dem Flugzeug nach Kiew kommen. Dies wäre höchst ungewöhnlich, da der ukrainische Luftraum seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 für den gesamten zivilen Luftverkehr gesperrt ist. Aus Sicherheitsgründen sind andere westliche Politiker bisher immer im Zug in die ukrainische Hauptstadt gereist.

Witkoff und Kushner äußerten sich zunächst nicht zu ihrem Treffen mit Putin. Sie flogen kurz nach den Gesprächen aus Moskau ab. Juri Uschakow, ein hochrangiger Außenpolitikberater Putins, der seit 2012 als Berater des russischen Präsidenten dient und zuvor von 1998 bis 2008 russischer Botschafter in den USA war, sprach nach dem Treffen von äußerst nützlichen und konstruktiven Gesprächen. Witkoff und Kushner hätten "eine Reihe von Ideen zu möglichen Wegen für eine Einigung skizziert", sagte Uschakow. Er ging nicht darauf ein, um welche konkreten Ideen es sich dabei handelte.

Mehrere Moskau-Reisen, aber erstmals in Kiew

Die beiden US-Gesandten waren bereits mehrfach nach Moskau gereist, um über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu sprechen. In der Ukraine waren sie in dieser Mission seit Trumps zweitem Amtsantritt noch nie.

Steve Witkoff ist ein New Yorker Immobilienentwickler, der 1997 die Witkoff Group gründete. Seit Mai 2025 fungiert er als US-Sondergesandter für den Nahen Osten und übernahm im Juli 2025 zusätzlich die Rolle des Sondergesandten für Friedensmissionen. In dieser Funktion leitete er auch Verhandlungen über einen Waffenstillstand im Gazastreifen.

Jared Kushner, Schwiegersohn von Donald Trump, war während der ersten Amtszeit Trumps von 2017 bis 2021 als ranghoher Berater tätig. Damals spielte er eine zentrale Rolle bei den Friedensbemühungen im Nahen Osten, insbesondere bei den Abraham-Abkommen von 2020, die zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten, darunter den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Marokko, führten.

Trump kündigt neuen diplomatischen Vorstoß an

Trump hatte am Freitag einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des Ukraine-Kriegs angekündigt. Er nannte Witkoff und seinen Schwiegersohn Kushner "zwei großartige Verhandler" und fügte hinzu: "Wir haben sie hingeschickt, um zu sehen, ob wir etwas erreichen können."

#Ukraine-Krieg#Wladimir Putin#Wolodymyr Selenskyj#USA#Donald Trump
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