Ras Al Khaimah und Fujian schließen Freundschaftsabkommen

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Das Emirat Ras Al Khaimah und die chinesische Provinz Fujian haben am 22. Oktober 2026 in Fuzhou offizielle freundschaftliche Beziehungen vereinbart. Die Unterzeichnung gehörte zum Programm einer sechstägigen China-Reise von Scheich Saud bin Saqr Al Qasimi. Bereits zuvor hatten Einrichtungen des Em…

Zusammenarbeit bei Handel, Häfen und Kultur

Mit dem Abkommen wollen Ras Al Khaimah und Fujian ihre wirtschaftlichen, maritimen und kulturellen Beziehungen ausbauen. Als Felder der Zusammenarbeit nennt die von AETOSWire verbreitete Mitteilung umweltfreundliche Lieferketten, Hafenlogistik, nachhaltige Baumaterialien und den kulturellen Austausch.

Für das Emirat unterzeichnete Mohamed Omran Al Shamsi, Sonderberater des Herrschers. Fujian wurde durch Zhao Zenglian vertreten, den stellvertretenden Gouverneur und Mitglied des Ständigen Ausschusses der KPCh-Provinzleitung. Neben Scheich Saud, dem Herrscher von Ras Al Khaimah und Mitglied des Obersten Rates der Vereinigten Arabischen Emirate, war auch Zhao Long, Sekretär der KPCh-Provinzleitung Fujian, anwesend.

Scheich Saud verwies auf die historischen Beziehungen zu China und die gemeinsame Vorstellung eines modernen wirtschaftlichen Wandels. Das Abkommen gebe Gemeinden und Unternehmen eine formelle Grundlage für eine engere Zusammenarbeit. Die Partnerschaft beruhe auf gegenseitigem Respekt, gemeinsamen Zielen und jahrhundertealten maritimen Verbindungen.

Zehn Absichtserklärungen von Robotik bis Museumsforschung

Sämtliche zehn Absichtserklärungen, die dem Freundschaftsabkommen vorausgingen, wurden in Anwesenheit Scheich Sauds unterzeichnet. Das Büro für internationale Beziehungen der Regierung von Ras Al Khaimah vereinbarte mit UBTECH Robotics, humanoide Robotersysteme zu testen, vorzuführen und einzusetzen. Vorgesehen sind Anwendungen in der Industrie, bei gewerblichen Dienstleistungen, in der Altenpflege und im Kulturtourismus.

Im Verkehrsbereich schlossen die Verkehrsbehörde des Emirats und das Shenzhen Urban Transport Planning Center eine Absichtserklärung. Die Marjan Group vereinbarte jeweils eine Zusammenarbeit mit der RAKBANK, der Niederlassung Dubai der Bank of China und der China Road and Bridge Corporation. Ein weiteres Dokument unterzeichneten das Büro für internationale Beziehungen und Phoenix New Media Information Technology.

Die Industrie- und Handelskammer von Ras Al Khaimah schloss zwei Absichtserklärungen: eine mit dem Tianhe Central Business District und eine mit dem Büro der China International SME Fair. Hinzu kamen Vereinbarungen der Abteilung für Altertümer und Museen mit dem Geschichtsmuseum der Sun-Yat-sen-Universität sowie der Ras Al Khaimah Economic Zone (RAKEZ) mit Fujian Jihong Packaging Technology.

Die Kontakte zu chinesischen Banken reichen über diese Reise hinaus. Nach Angaben der Regierung von Ras Al Khaimah wurden bereits im April 2026 Absichtserklärungen mit der ICBC und der Bank of China unterzeichnet.

Wirtschaftstreffen in Shenzhen, neues Büro in Guangzhou

Vom 18. bis 23. Oktober führte die Reise nach Shenzhen und Guangzhou in Guangdong sowie nach Fuzhou in Fujian. Scheich Saud traf hochrangige Regierungsvertreter und Führungskräfte aus der Wirtschaft. In Shenzhen leitete er die Delegation beim RAK-China Business Summit am 19. und 20. Oktober 2026. Unter dem Motto "Together Towards Shared Value" kamen dort chinesische Innovatoren aus den Bereichen KI und Zukunftstechnologien mit zentralen Wirtschaftsinstitutionen des Emirats zusammen.

In Guangzhou eröffnete Ras Al Khaimah sein erstes Unternehmensberatungsbüro in China, RAK International (Guangzhou) LLC. Nach Angaben der Regierung soll es den Handel und den kulturellen Austausch dauerhaft verbinden. Zu seinen Aufgaben zählen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die Förderung von Investitionen und Handel sowie die Koordination hochrangiger Besuche und gemeinsamer Projekte.

Während der Reise enthüllten Scheich Saud und ARIDGE, früher XPENG AEROHT, außerdem gemeinsam das erste Flugauto, das in die regulatorische Demonstrationszone der VAE für fortschrittlichen Niedrigflugverkehr aufgenommen wird.

Anknüpfung an die Zusammenarbeit mit Guangdong

Dem Abkommen mit Fujian ging eine Grundlagenvereinbarung mit Guangdong vom 21. November 2024 voraus. Laut dem Medienbüro von Ras Al Khaimah führte diese im ersten Jahr zu insgesamt 18 Besuchen von Regierungsdelegationen in beide Richtungen.

Das Medienbüro nennt außerdem drei Verkehrsprojekte als Ergebnisse: den Beginn eines ersten Pilotversuchs zum autonomen Fahren mit WeRide, eine Vereinbarung mit XPENG AEROHT über Flugautos für Tourismus und Rettungseinsätze sowie eine Zusammenarbeit mit dem Foshan Institute of Environment and Energy Technology zum wasserstoffbetriebenen Stadtverkehr.

Nach Angaben der UAE-China Chamber of Commerce sind mehr als 400 chinesische Unternehmen in Ras Al Khaimah tätig.

Historische Handelswege als kultureller Bezug

In Fuzhou standen auch die frühen Verbindungen zwischen dem Emirat und Südchina im Mittelpunkt. Die Abteilung für Altertümer und Museen verwies auf Forschungen zu Porzellan der Yuan-Dynastie aus dem 13. Jahrhundert, das in Ras Al Khaimah gefunden wurde. Die historische Verbindung war zunächst durch eine Zusammenarbeit mit dem Palastmuseum in Peking hergestellt worden.

Auf dieser Grundlage bestätigte die Delegation gemeinsam mit der Sun-Yat-sen-Universität die jahrhundertealten Handelsverbindungen der maritimen Seidenstraße zwischen Südchina und Julfar. Der antike Handelsplatz gilt als Vorläufer Ras Al Khaimahs.

Scheich Saud besuchte zudem die Zheng-He-Gedenkhalle in Fuzhou. Die Stätte gilt als Ausgangspunkt der Seidenstraßen-Seereisen des Admirals Zheng He.

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