TSMC meldet sechsten Rekordgewinn in Folge – Nettogewinn steigt um 68,7 Prozent

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Der weltgrößte Auftragschiphersteller TSMC verzeichnet im dritten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 763,1 Milliarden Taiwan-Dollar. Die anhaltende Nachfrage nach KI-Chips treibt das Wachstum an, während das Unternehmen seine US-Expansion mit einem 265-Milliarden-Dollar-Projekt in Arizona vorantrei…

TSMC: Gewinn explodiert um 68,7 Prozent – sechster Rekord in Folge!

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat am Donnerstag seinen sechsten Rekordgewinn in Folge bekannt gegeben. Der Nettogewinn des weltgrößten Auftragshalbleiterherstellers stieg im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 68,7 Prozent auf 763,1 Milliarden Taiwan-Dollar. Das Unternehmen übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die bei 746,34 Milliarden Taiwan-Dollar gelegen hatten.

Der Umsatz erreichte 1,49 Billionen Taiwan-Dollar, umgerechnet etwa 46,36 Milliarden US-Dollar. Auch hier lag TSMC über den Prognosen von 1,47 Billionen Taiwan-Dollar. Die Zahlen unterstreichen die Position des Unternehmens als dominierender Akteur im globalen Halbleitermarkt, wo TSMC mit rund zwei Dritteln Marktanteil die Konkurrenten Samsung und Intel deutlich hinter sich lässt.

KI-Chip-Nachfrage als Wachstumsmotor

Das starke Wachstum wird maßgeblich durch die weltweite Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz getrieben. Der globale KI-Chip-Markt, der 2024 einen Wert von etwa 71 bis 85 Milliarden US-Dollar erreichte, soll 2025 die 150-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten. Diese Dynamik spiegelt sich in TSMCs Kundenbasis wider: Nvidia, führender Hersteller von KI-Prozessoren, ist 2026 zum größten Kunden des Konzerns aufgestiegen und trägt voraussichtlich 33 Milliarden US-Dollar oder 22 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Damit hat der KI-Spezialist Apple überholt, das mit 27 Milliarden US-Dollar nun 18 Prozent beisteuert.

TSMCs technologische Führungsposition zeigt sich in der Umsatzverteilung nach Fertigungstechnologien. Fortgeschrittene Prozesse mit Strukturbreiten von sieben Nanometern und darunter machen mittlerweile 69 Prozent des Wafer-Umsatzes aus. Die modernsten 3-Nanometer-Chips trugen bereits 20 Prozent zum Umsatz bei, während 5-Nanometer-Technologie 32 Prozent ausmachte.

Bereits im September hatte TSMC mit einem Monatsumsatz von 511,86 Milliarden Taiwan-Dollar, einem Plus von 54,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die robuste Nachfrage unter Beweis gestellt. Die Entwicklung fügt sich in einen branchenweiten Boom ein: Die globalen Halbleiterverkäufe erreichten 2024 mit 627,6 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert, was einem Anstieg von 19,1 Prozent gegenüber 2023 entspricht.

Massive Expansion in den USA

Parallel zum operativen Erfolg baut TSMC seine Präsenz in den Vereinigten Staaten massiv aus. Das Unternehmen plant Investitionen von insgesamt 265 Milliarden US-Dollar in Arizona, was die größte ausländische Direktinvestition in der US-Geschichte darstellt. Das Projekt ist seit der ursprünglichen Ankündigung von 12 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 kontinuierlich gewachsen und umfasst mittlerweile Pläne für bis zu zehn Halbleiterfabriken.

Die erste Produktionsstätte in Arizona nahm bereits Ende 2024 die Massenproduktion von 4-Nanometer-Chips auf und beliefert Apple sowie Nvidia. Die Erträge sind nach Angaben der Arizona Commerce Authority vergleichbar mit denen der taiwanesischen Werke. Eine zweite Fabrik soll 2027 mit der Produktion von 3-Nanometer-Chips beginnen. Das Projekt wird durch bis zu 6,6 Milliarden US-Dollar direkte Förderung aus dem CHIPS Act sowie bis zu 5 Milliarden US-Dollar an staatlichen Darlehen unterstützt und soll etwa 6.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze sowie mehr als 20.000 Stellen im Bausektor schaffen.

Berichten zufolge prüft TSMC zusätzlich eine mögliche Investition in Texas, was die US-Expansion über Arizona hinaus erweitern würde.

Aktie unter Druck trotz Rekordergebnis

Trotz der positiven Quartalszahlen gerieten die American Depositary Receipts (ADRs) von TSMC an der Börse Frankfurt am Donnerstagmorgen unter Druck und notierten mit einem Minus von mehr als 1,9 Prozent bei 378,50 Euro. Der Kursrückgang fügt sich in eine breitere Marktbewegung ein, bei der KI-Aktien in Asien deutliche Verluste verzeichneten. Der südkoreanische Kospi-Index brach zeitweise um acht Prozent ein, was zu einer 20-minütigen Handelsunterbrechung führte. Anleger zeigen sich besorgt über mögliche höhere US-Zinsen und die Finanzierbarkeit des anhaltenden KI-Booms.

Die Entwicklung verdeutlicht die Spannung zwischen TSMCs operativer Stärke und den makroökonomischen Unsicherheiten, die den Technologiesektor belasten. Während das Unternehmen seine Marktführerschaft ausbaut und von strukturellen Wachstumstrends profitiert, bleibt die Bewertung von den Erwartungen an die Nachhaltigkeit der KI-Investitionen abhängig.

#Künstliche Intelligenz#USA#China
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