Julius Bär beginnt am 2. November mit Aktienrückkauf über bis zu 600 Millionen Franken

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Für das bereits angekündigte Rückkaufprogramm von Julius Bär steht der Starttermin fest: Ab dem 2. November 2026 will die Gruppe eigene Aktien für insgesamt bis zu 600 Millionen Franken erwerben. Abhängig von den Marktbedingungen soll das Programm innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein.

Rückkauf über die SIX und geplante Aktienvernichtung

Nach der Mitteilung vom 30. Oktober erfolgt der Erwerb an der SIX Swiss Exchange über eine zweite Handelslinie mit dem Ticker BAERE SW. Während das Programm läuft, werden die Rückkaufaufwendungen dem CET1-Kapital belastet.

Die erworbenen Aktien will der Verwaltungsrat unter Nutzung des Kapitalbands vernichten, das die Generalversammlung am 9. April 2026 genehmigt hat. Der Einladung zur Generalversammlung zufolge liegt dessen Untergrenze bei 3.708.032,04 Franken, die Obergrenze bei 4.532.039,16 Franken. Damit sind Kapitalanpassungen um bis zu 10 % nach oben oder unten möglich.

Die Ermächtigung gilt bis zum 9. April 2031, sofern sie nicht früher endet. Innerhalb dieses Rahmens können bis zu 20.600.178 Namenaktien ausgegeben oder vernichtet werden.

FINMA-Freigabe und Ausschüttungspolitik

Dem Rückkauf ging der Abschluss eines Aufsichtsverfahrens voraus. Wie die Börsen-Zeitung in ihrer Ausgabe vom 2. Oktober 2026 berichtete, beendete die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA ihr fast zweijähriges Enforcement-Verfahren gegen Julius Bär. Anlass war die laxe Kreditvergabe an den inzwischen zusammengebrochenen Immobilienkonzern Signa des Investors René Benko.

Laut dem Bericht wurden die 2024 angeordneten Sofortmaßnahmen für Kapital und Liquidität "teilweise oder vollständig" aufgehoben. Anschließend genehmigte die FINMA das erste Aktienrückkaufprogramm der Gruppe seit mehreren Jahren.

Mit der Ankündigung des Programms am 2. Oktober 2026 stellte Julius Bär auch eine überarbeitete Kapitalausschüttungspolitik vor. Weiterhin sollen 40 % bis 60 % des IFRS-Konzerngewinns, der den Aktionären zurechenbar ist, als Dividende ausgeschüttet werden. Zugleich strebt die Gruppe eine steigende Dividende je Aktie an, sofern außergewöhnliche Ereignisse ausbleiben. Die angestrebte CET1-Kapitalquote bleibt bei 15 %.

Vorheriger Rückkauf und Entwicklung in der Branche

Beim vorangegangenen Programm kaufte Julius Bär zwischen dem 2. März 2022 und dem Abschluss am 28. Februar 2023 insgesamt 7.799.460 Namenaktien zurück. Dafür gab die Gruppe 400 Millionen Franken aus; der Durchschnittspreis betrug 51,29 Franken je Aktie. Auch diese Käufe liefen über die zweite Handelslinie an der SIX Swiss Exchange.

Die damals erworbenen Aktien wurden zum 29. Juni 2023 vernichtet. Dadurch sank die Zahl der ausgegebenen Aktien auf 206.001.780.

Die Börsen-Zeitung ordnet das neue Programm in einen breiteren Branchentrend ein: Nach ihrer Einschätzung haben Europas Banken ihre Aktienrückkäufe dank hoher Gewinne deutlich ausgeweitet. In der Ausgabe vom 2. Oktober nennt sie unter anderem Banco Santander mit angekündigten Rückkäufen über insgesamt 6,9 Milliarden Euro sowie die UBS, die im bisherigen Jahresverlauf zwei Programme über jeweils 3 Milliarden Dollar gestartet hat.

Kursangaben und verwaltete Vermögen

Die zur Veröffentlichung angeführten Kursdaten von Lang & Schwarz stammen vom 29. Oktober 2026, 22:59 Uhr. Sie weisen für die Julius-Bär-Aktie einen Kurs von 75,55 und ein Plus von 1,75 % aus. Die zuletzt für 2026 gezahlte Dividende betrug 2,60; die dazu angegebene Dividendenrendite lag bei 4,17 %.

Julius Bär bezeichnet sich als führende Schweizer Wealth-Management-Gruppe. Ende Juni 2026 verwaltete sie Vermögen von 547 Milliarden Franken.

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