Vier Verletzte bei Auffahrunfall auf A96 bei Wangen – Autobahn stundenlang gesperrt
Auf der Autobahn 96 zwischen Lindau und Wangen im Kreis Ravensburg hat sich am Freitagabend ein schwerer Auffahrunfall ereignet. Vier Personen wurden verletzt, eine davon erlitt schwere Verletzungen. Der Unfall ereignete sich auf Höhe Neuravensburg in Fahrtrichtung Memmingen.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren zwei Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Die Verletzten wurden in umliegende Kliniken transportiert. Zur medizinischen Versorgung kam auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz.
Vollsperrung bis zum frühen Morgen
Die A96 musste in Richtung Memmingen voll gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Es bildeten sich längere Rückstaus auf der wichtigen Verbindungsstrecke. Die Aufräum- und Abschlepparbeiten zogen sich bis zum frühen Samstagmorgen hin. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Die A96 ist eine bedeutende Verkehrsader in Süddeutschland. Die 147 Kilometer lange Autobahn verbindet Lindau an der österreichischen Grenze über Memmingen mit München und wird von den europäischen Fernverkehrsstraßen E43 und E54 genutzt. Zwischen Lindau und Memmingen liegen etwa 75 Kilometer, die Fahrt dauert unter normalen Bedingungen rund eine Stunde.
Auffahrunfälle häufigste Unfallart auf Autobahnen
Wangen im Allgäu, in dessen Nähe sich der Unfall ereignete, ist mit rund 28.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Landkreis Ravensburg im Südosten Baden-Württembergs. Die historische Stadt liegt verkehrsgünstig an der A96.
Auffahrunfälle wie der vom Freitag gehören zu den häufigsten Unfallarten auf deutschen Autobahnen. Nach Statistiken machten Auffahrunfälle 42 Prozent aller Autobahnunfälle aus, was mehr als 12.000 Vorfällen entspricht. Zu den typischen Ursachen solcher Kollisionen zählen Unaufmerksamkeit, zu geringer Sicherheitsabstand, abrupte Bremsmanöver und witterungsbedingt verringerte Bodenhaftung.
Erst im August hatte sich auf der A96 nahe Wangen ein ähnlicher Unfall ereignet, bei dem zwei Personen leicht verletzt wurden und ein Schaden von etwa 25.000 Euro entstand. Auch damals musste die Autobahn für zwei Stunden gesperrt werden und ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
Trotz solcher Vorfälle zählt Deutschland mit einer geschätzten Verkehrstoten-Rate von 3,7 pro 100.000 Einwohner zu den sichersten Ländern weltweit. Der weltweite Durchschnitt liegt bei etwa 15 Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner.







