Wohnungsbrände in Wilmersdorf und Spandau: Eine Person lebensgefährlich verletzt
In der Nacht zu Montag haben zwei Wohnungsbrände in Berlin mehrere Menschen verletzt. Bei einem Feuer in Spandau erlitt ein Mensch lebensgefährliche Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Zwei weitere Personen kamen mit Rauchgasvergiftungen in eine Klinik, wie die Berliner Feuerwehr am Montagmorgen mitteilte.
Das Feuer brach in einer Erdgeschosswohnung eines dreigeschossigen Wohnhauses im westlichsten Berliner Bezirk aus. Spandau, gelegen an der Mündung von Havel und Spree, ist mit rund 257.000 Einwohnern der bevölkerungsärmste der zwölf Bezirke, umfasst aber mit knapp 92 Quadratkilometern die viertgrößte Fläche. Die betroffene Wohnung ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor.
Dramatische Rettung in Wilmersdorf
Kurz zuvor hatte die Feuerwehr bereits einen Brand in Wilmersdorf bekämpft. Das Feuer war ebenfalls in einer Erdgeschosswohnung ausgebrochen und hatte sich mit starker Rauchentwicklung im gesamten Gebäude ausgebreitet. Fünf Personen mussten von den Einsatzkräften mit Drehleitern aus dem Innenstadtbezirk gerettet werden, der auf einer Fläche von 7,16 Quadratkilometern rund 101.500 Einwohner beheimatet. Eine der geretteten Personen wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.
Rauchvergiftungen gehören zu den gefährlichsten Folgen von Wohnungsbränden. Die Feuerwehr konnte beide Brände löschen. Auch in Wilmersdorf ist die Brandursache bislang ungeklärt.
Berliner Feuerwehr im Dauereinsatz
Die Berliner Feuerwehr gehört zu den am stärksten ausgelasteten Feuerwehren Deutschlands. Mit einem Jahresbudget von rund 250 Millionen Euro für Personal und Investitionen bewältigt sie mehrere hunderttausend Einsätze pro Jahr. Dabei entfallen auf reine Brandbekämpfungseinsätze nur ein vergleichsweise geringer Teil der Alarmierungen, während der überwiegende Anteil auf Rettungsdiensteinsätze und technische Hilfeleistungen entfällt.
Die Einsätze in Wilmersdorf und Spandau reihen sich in eine Serie schwerer Brandereignisse in Berlin ein. Erst im August hatte ein Hochhausbrand im Bezirk Friedrichshain für Aufsehen gesorgt, bei dem die Drehleiter der Feuerwehr nicht bis zu den betroffenen Etagen reichte und eine spektakuläre Rettungsaktion erforderlich wurde.







