Tödlicher Busunfall in Graubünden: Mehrere Todesopfer bei niederländischer Reisegruppe

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Ein Reisebus mit 48 niederländischen Touristen ist im Schweizer Kanton Graubünden verunglückt. Mehrere Menschen kamen ums Leben, weitere wurden verletzt. Das Fahrzeug kam auf der Strecke zwischen Susch und Zernez von der Straße ab.

Tödlicher Busunfall in Graubünden: Mehrere Todesopfer bei niederländischer Reisegruppe

Bei einem schweren Verkehrsunfall im Osten der Schweiz sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Ein Reisebus mit 48 niederländischen Passagieren kam am Mittwoch zwischen den Ortschaften Susch und Zernez von der Fahrbahn ab. Neben den Todesopfern wurden weitere Personen verletzt, wie die Polizei über die Plattform X mitteilte.

Der Unfall ereignete sich auf der Engadin-Straße H27, einer Hauptverkehrsachse im Unterengadin, die entlang des Inn verläuft. Nach Angaben eines Polizeisprechers gegenüber dem Sender SRF prallte der Bus zunächst gegen eine Leitplanke, bevor er von der Straße abkam und auf der Seite liegen blieb. Die genaue Unfallursache ist noch ungeklärt.

Niederländische Reisegruppe auf Tagesausflug

Das verunglückte Fahrzeug gehört zum niederländischen Reiseveranstalter Oad. Die Reisegruppe war am Montag in Richtung Österreich aufgebrochen. Am Unfalltag stand ein Tagesausflug in die Schweiz auf dem Programm, wie die niederländische Zeitung Algemeen Dagblad berichtete.

Der niederländische Verband der Reisebüros (ANVR), der mehr als 280 Reiseveranstalter und die niederländische Reisebranche vertritt, bestätigte die Nationalität der Passagiere. Oad, ein Unternehmen mit langer Tradition im niederländischen Busreisegeschäft seit den 1920er-Jahren, zeigte sich erschüttert über das Unglück.

Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen und ihren Angehörigen

heißt es in einer Stellungnahme des Reiseveranstalters. Wir setzen alles daran, so schnell wie möglich Klarheit zu gewinnen und die Betroffenen sowie ihre Familien nach Kräften zu unterstützen. Das Unternehmen kündigte an, die Angehörigen der betroffenen Reisenden umgehend zu informieren.

Unfallort in touristisch beliebter Region

Der Unfallort liegt im Kanton Graubünden, dem flächenmäßig größten Kanton der Schweiz mit 7.105 Quadratkilometern im Südosten des Landes. Die Region grenzt sowohl an Österreich als auch an Italien. Zernez ist zudem das Tor zum Schweizerischen Nationalpark, dem größten Naturschutzgebiet des Landes mit einer Fläche von 170 Quadratkilometern, was die Route zu einem beliebten Ziel für Touristenbusse macht.

Verkehrssicherheit in der Schweiz

Die Schweiz verzeichnet im europäischen Vergleich eine niedrige Unfallrate im Straßenverkehr. Im Jahr 2021 lag die Todesrate bei 0,33 Todesfällen pro 10.000 zugelassene Fahrzeuge, deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Dennoch kam es in der Vergangenheit zu schweren Busunglücken in Schweizer Bergregionen. Im Jahr 2012 starben bei einem Tunnelunfall in Sierre im Kanton Wallis 28 Menschen, darunter 22 Kinder einer belgischen Reisegruppe, die von einem Skiurlaub zurückkehrten.

Die Ermittlungen zum aktuellen Unfallhergang dauern an. Die Behörden arbeiten daran, die genauen Umstände zu klären, die zu dem tragischen Ereignis geführt haben.

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