Bahnstrecke bei Troisdorf nach tödlichem Unfall wieder freigegeben
Die Bahnstrecke bei Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis ist nach einer zeitweisen Sperrung am Montagmorgen wieder freigegeben. Laut Deutsche Bahn kann es vereinzelt noch zu Verspätungen und Teilausfällen kommen. Grund für die Sperrung war ein Notarzteinsatz, der mittlerweile beendet ist.
Nach Angaben einer Bahnsprecherin wurde am frühen Morgen eine Person von einem Zug erfasst. Die Polizei bestätigte, dass die Person dabei tödlich verletzt wurde. Die Strecke musste für die Einsatzkräfte und Unfallaufnahme vollständig gesperrt werden.
Regionalverkehr zwischen Köln und Bonn betroffen
Der Regionalverkehr fiel in der Folge zwischen Köln Hauptbahnhof und Siegburg/Bonn aus. Betroffen waren die Linien RE9, S12, S19, RE8 und RB27. Die S12, die mit über 105 Kilometern die zweitlängste S-Bahn-Linie in Nordrhein-Westfalen ist und von Horrem über Köln bis Au (Sieg) verkehrt, gehörte zu den stark beeinträchtigten Verbindungen.
Laut Zuginfo NRW wurde ein Ersatzverkehr mit mehreren Bussen zwischen Au (Sieg) und Troisdorf eingerichtet. Die Züge des Fernverkehrs wurden über die linke Rheinseite umgeleitet, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Kritischer Knotenpunkt im Bahnnetz
Troisdorf, etwa 22 Kilometer südlich von Köln und 13 Kilometer nordöstlich von Bonn gelegen, ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im regionalen Bahnnetz. An diesem Bahnhof trennt sich die Strecke aus Köln in die Rechte Rheinstrecke Richtung Neuwied und die Siegstrecke Richtung Siegen. Die Siegstrecke, eine 100 Kilometer lange elektrifizierte Hauptstrecke zwischen Köln-Deutz und Siegen, zählt zu den ältesten Bahnlinien Deutschlands und wurde zwischen 1859 und 1862 eröffnet.
Die strategische Lage des Bahnhofs erklärt, warum eine Streckensperrung an diesem Punkt weitreichende Auswirkungen auf den Regional- und Fernverkehr in der gesamten Region hat. Deutsche Bahn betreibt mit über 33.000 Kilometern Streckennetz eines der umfangreichsten Bahnsysteme Europas.







