Einbruch in Supermarkt: Zeugen gesucht
Am Freitag, den 16. Oktober, kurz nach 6 Uhr morgens entdeckte ein Mitarbeiter eines Supermarktes in der Rosenheimer Straße einen unbekannten Eindringling im Ladengeschäft. Der Mann hatte sich gewaltsam Zutritt verschafft und befand sich bereits im Mitarbeiterbereich, als er auf den Angestellten traf. Daraufhin ergriff der Täter die Flucht, ohne Diebesgut mitzunehmen. Der Mitarbeiter alarmierte sofort über den Polizeinotruf 110 die Einsatzkräfte.
Nach bisherigen Ermittlungen verschaffte sich der Einbrecher durch ein Fenster gewaltsam Zugang zu den Räumlichkeiten. Dabei zog er sich Verletzungen an den Händen zu, die während der Tatausführung bluteten. Die unmittelbar eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen verlief ohne Erfolg. Der Täter konnte in unbekannte Richtung entkommen.
Das zuständige Kommissariat 52 des Polizeipräsidiums München hat die Ermittlungen übernommen. Diese Spezialeinheit befasst sich schwerpunktmäßig mit Einbruchskriminalität in gewerblich genutzten Objekten und Institutionen.
Beschreibung des Tatverdächtigen
Die Polizei fahndet nach einem Mann im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Er ist etwa 170 Zentimeter groß und von kräftiger Statur. Zur Tatzeit trug er eine graue Kapuzenjacke. Auffällig waren Blutspuren an seinen Händen, die von den Verletzungen beim Eindringen stammen dürften.
Zeugenaufruf der Ermittler
Die Münchner Polizei bittet Personen, die am Freitagmorgen im Zeitraum um 6 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Relevant sind Wahrnehmungen im Bereich der Rosenheimer Straße sowie der angrenzenden Straßen Kirchseeoner Straße, Maria-Lehner-Straße, Wilramstraße und Führichstraße.
Hinweise nimmt das Kommissariat 52 unter der Telefonnummer 089/2910-0 entgegen. Auch jede andere Polizeidienststelle steht für sachdienliche Informationen zur Verfügung.
Einbruchskriminalität in München
Der Vorfall reiht sich in einen übergeordneten Trend ein: Nach einem pandemiebedingten Rückgang verzeichnet München seit 2022 wieder steigende Einbruchszahlen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.008 Einbrüche registriert, was einer Rate von etwa 70 Fällen pro 100.000 Einwohner entspricht. Bereits 2023 waren rund 900 Fälle dokumentiert worden.
Trotz dieser Entwicklung gilt München laut dem Sicherheitsreport vom März 2026 weiterhin als sicherste deutsche Großstadt mit mehr als 200.000 Einwohnern – und das bereits zum siebten Mal in Folge. Der Stadtteil Ramersdorf-Perlach, in dem sich der aktuelle Vorfall ereignete, verzeichnete 2022 allerdings mit 1.061 registrierten Fällen von Diebstahl eine überdurchschnittlich hohe Kriminalitätsrate verglichen mit anderen Stadtteilen außerhalb des Zentrums.
Erst im Mai 2026 hatte es einen ähnlichen Fall im Münchner Umland gegeben: In Höhenkirchen im Landkreis München brach ein 59-jähriger Deutscher in einen Supermarkt ein, indem er die Haupttür aufbrach. Die Polizei konnte ihn noch im Geschäft festnehmen.
Bundesweit entfallen etwa zehn Prozent aller Einbrüche auf gewerbliche Objekte, wobei Einzelhandelsgeschäfte mit 35 Prozent das häufigste Ziel darstellen. Das Polizeipräsidium München verfügt mit rund 6.800 bis 7.100 Beamten über umfangreiche Ressourcen für die Aufklärung solcher Delikte im Stadtgebiet, dem Landkreis München und Teilen des Landkreis Starnberg.







