Auszeit mit den Kindern und engen Freunden
Erst im August 2026 waren Harry und Meghan nach mehr als sechs Jahren in den USA nach Großbritannien zurückgekehrt. Nun berichtet das Magazin "Hello" vom 26. Oktober, dass sie mit ihren Kindern erneut ins Ausland gereist seien. Meghan, 45, Harry, 42, Prinz Archie, 7, und Prinzessin Lilibet, 5, seien für einen kurzen Urlaub bei engen Freunden. Ein konkretes Reiseziel nennt der Bericht nicht; die Formulierung "oversea" deutet möglicherweise auf einen Aufenthalt jenseits des Atlantiks hin.
Bei ihrer Rückkehr im August war die Familie laut BBC und Telegraph mit einem Privatjet in Birmingham gelandet. Archie und Lilibet besuchen seitdem eine britische Schule. Royale Pflichten nahmen ihre Eltern nicht wieder auf. Die jetzige Reise fällt in die Herbstferien, die an den meisten britischen Schulen vom 26. bis zum 30. Oktober dauern.
Nach Angaben aus dem Umfeld der Sussexes erkundigen sich Meghans Freunde täglich telefonisch nach ihr. Eine befreundete Person sagte laut "Hello": "Sie ist wirklich, wirklich erschüttert. Sie schaut Lili immer wieder an, hat Tränen in den Augen und denkt an all die Kinder, die mutmaßlichen Opfer."
Schon vor den jüngsten Ereignissen habe Meghan entschieden, die Medienberichterstattung nicht mehr zu verfolgen, um ihre mentale Gesundheit zu schützen, heißt es aus ihrem Umfeld. Freunde aus Großbritannien und Menschen aus aller Welt hätten ihr mitfühlende Nachrichten geschickt. Dennoch sei das Geschehen für sie "eine emotionale Achterbahnfahrt"; sie sei "völlig am Boden zerstört".
Die Anzeige und Meghans Reaktion
Am 23. Oktober 2026 war öffentlich geworden, dass Thomas Markle jr., 60, seinen 82-jährigen Vater Thomas Markle sen. angezeigt hat. Gegenstand der Vorwürfe ist pornografisches Material, darunter mutmaßlich kinderpornografisches Material, das auf dessen Laptop gefunden worden sein soll. Die Ermittlungen der philippinischen Behörden richten sich derzeit ausschließlich gegen Markle sen.
Meghan erklärte wenige Stunden nach Bekanntwerden der Anzeige in einer öffentlichen Stellungnahme, sie wisse seit mehreren Jahren von den Anschuldigungen und habe deshalb den Kontakt zu ihrem Vater beendet. Zugleich äußerte sie Mitgefühl mit den mutmaßlichen Opfern. Bereits in einem Brief vom Dezember 2025 hatte sie ihrem Vater geschrieben, dass der Kontaktabbruch dem Schutz ihrer eigenen Kinder diene.
Thomas Markle jr. entschuldigte sich gegenüber Meghan dafür, im langjährigen familiären Zerwürfnis zunächst seinen Vater unterstützt zu haben. Der "Sun" sagte er sinngemäß, er habe neun Jahre lang die falsche Person geschützt.
Thomas Markle sen. weist Missbrauchsvorwurf zurück
Den Besitz von Kindesmissbrauchsmaterial bestreitet Thomas Markle sen. In einem Interview mit der "Mail on Sunday" vom 25. Oktober 2026 erklärte er, niemals Sex mit einer Person unter 18 Jahren gehabt zu haben. Zugleich räumte er ein, als Single mindestens zweimal auf die Philippinen gereist zu sein und dort für Sex bezahlt zu haben.
Nach einer Reihe von Schlaganfällen war Markle sen. im vergangenen Jahr auf die Philippinen gezogen, wie die BBC berichtete. Bis Mai lebte er in Cebu. Inzwischen soll er sich in einem Rehabilitationszentrum in Florida aufhalten. Dort lerne er, mit einer Prothese wieder zu gehen, nachdem ihm infolge eines Blutgerinnsels ein Bein amputiert worden war.
Geräte werden untersucht, London prüft früheren Umgang mit Hinweisen
Für die Untersuchung der Geräte aus dem früheren Haus von Thomas Markle sen. liegt der philippinischen Polizei nach BBC-Angaben inzwischen eine gerichtliche Genehmigung vor. Sein Sohn hatte den Behörden vier Kartons übergeben, die Computer, Mobiltelefone, Festplatten und alte Videokassetten enthielten. Bevor die Beamten in Cebu das Material auswerten durften, benötigten sie einen Gerichtsbeschluss.
Thomas Markle jr. erklärte außerdem, den Fund schon im Juli 2026 bei der FBI-Hotline, dem US National Center for Missing & Exploited Children und der Staatspolizei von Pennsylvania gemeldet zu haben. Sein Vater habe damals in Pennsylvania gelebt.
Der philippinische Innenminister Jonvic Remulla äußerte laut Philstar.com einen schweren Verdacht: Derzeit wiesen alle Anzeichen auf einen möglichen Sexualstraftäter schwerster Art hin. Bevor Ergebnisse bekanntgegeben würden, wolle man jedoch Gewissheit haben. Von der forensischen Auswertung des sichergestellten Laptops erwarte er innerhalb einer Woche ein eindeutiges Bild.
Das FBI teilte mit, es kenne die Vorwürfe und werde die philippinischen Behörden bei Bedarf unterstützen. Möglichen damit verbundenen Verstößen gegen US-Bundesrecht werde die Behörde ebenfalls nachgehen.
In London untersucht die Metropolitan Police unterdessen ihren eigenen Umgang mit Hinweisen aus dem Jahr 2019. Nach Angaben der Polizei war im Januar jenes Jahres ein Brief eingegangen, der mehrere Behauptungen über mutmaßliche Straftaten außerhalb des Vereinigten Königreichs enthielt. Die Met leitete das Schreiben an das Büro des Herzogs und der Herzogin von Sussex weiter, gab die Einzelheiten der Vorwürfe jedoch nicht an andere Strafverfolgungsbehörden.
Im Zuge dieser Überprüfung klärt die Metropolitan Police auch, ob sie den Vorgang der britischen Polizeiaufsichtsbehörde IOPC vorlegen muss.







