Die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2025
Wie sich Umsatz und Ergebnis 2025 entwickelten, zeigen die am 6. November 2025 veröffentlichten Quartalszahlen. Für die ersten neun Monate meldete Rheinmetall einen Konzernumsatz von 7.515 Millionen Euro, ein Plus von 20 Prozent gegenüber den 6.268 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich um 18 Prozent von 705 auf 835 Millionen Euro. Damit lag die operative Ergebnismarge bei 11,1 Prozent. Die Jahresprognose für 2025 bestätigte der Konzern.
Auf das dritte Quartal allein entfielen laut der Quartalszusammenfassung von Quartr 2.780 Millionen Euro Umsatz und 360 Millionen Euro operatives Ergebnis. Gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach das Zuwächsen von 13 beziehungsweise 19 Prozent; die Konzernmarge betrug 12,9 Prozent. Rheinmetall erzielte einen Nettogewinn von 204 Millionen Euro und ein Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten von 3,34 Euro. Das Verteidigungsgeschäft lieferte mit 2.306 Millionen Euro 83 Prozent des Konzernumsatzes. Sein Umsatz stieg um 17 Prozent.
Waffen- und Munitionsgeschäft legt um 30 Prozent zu
In der Division Weapon and Ammunition erreichte der Umsatz in den ersten neun Monaten 2025 einen Rekordwert von 2.014 Millionen Euro. Gegenüber den 1.554 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum bedeutete das einen Anstieg um 460 Millionen Euro oder 30 Prozent. Auch das operative Ergebnis wuchs um 30 Prozent auf 440 Millionen Euro; die Marge blieb mit 22 Prozent unverändert.
Rheinmetall führte das Wachstum auf höhere Absätze von Panzer- und Mittelkalibermunition einschließlich Waffenanlagen zurück. Hinzu kamen mehrere Artillerie- und Mörseraufträge für NATO-Mitgliedsstaaten und die Ukraine.
Auftragsbestand wächst trotz verzögerter Vergaben
Zum Ende der ersten neun Monate 2025 erreichte der Rheinmetall Backlog 63,8 Milliarden Euro, verglichen mit 52 Milliarden Euro im Vorjahr. Rückläufig war dagegen die Kennzahl Rheinmetall Nomination, die den Auftragseingang und neu abgeschlossene Rahmenverträge zusammenfasst: Sie sank um 18,1 Prozent von 21.428 auf 17.558 Millionen Euro.
Als Hauptgrund nannte Rheinmetall verzögerte Auftragsvergaben aus Deutschland. Das Unternehmen verwies dabei auf die Neuwahlen und den erst im September 2025 verabschiedeten Bundeshaushalt.
Bei der Q3-Berichterstattung stellte Rheinmetall zugleich mögliche Großaufträge für das vierte Quartal 2025 und Anfang 2026 in den Bereichen Fahrzeuge, Munition und Elektronik in Aussicht. Nach der Zusammenfassung von Quartr erwartete der Konzern einen Gesamt-Backlog von rund 80 Milliarden Euro.
Konzernchef Armin Papperger berichtete anlässlich der Q3-Zahlen außerdem über den Ausbau der Produktion: In Europa würden damals 13 Werke neu errichtet oder massiv erweitert. Kurz zuvor habe in Litauen der Spatenstich für ein neues Werk stattgefunden, Lettland solle folgen. Mit der bulgarischen Regierung sei der Bau zweier großer Werke für Munition und Pulver vereinbart worden.
Jahreszahlen 2025 und Prognose für 2026
Am 11. März 2026 legte Rheinmetall die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 vor. Der Konzern meldete einen Umsatz von 9.935 Millionen Euro nach 7.715 Millionen Euro im Vorjahr, ein Wachstum von 29 Prozent. Das operative Konzernergebnis erreichte 1.841 Millionen Euro und lag damit um 33 Prozent höher. Die operative Marge betrug 18,5 Prozent.
Den Rheinmetall Backlog bezifferte das Unternehmen zum Jahresende auf 63,8 Milliarden Euro, nach 46,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Dividendenvorschlag belief sich auf 11,50 Euro je Aktie gegenüber 8,10 Euro für das Vorjahr.
Mit den Jahreszahlen veröffentlichte Rheinmetall auch seine Prognose für 2026. Der Konzern erwartet einen Umsatzanstieg um 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro. Die operative Konzernmarge soll von 18,5 Prozent im Jahr 2025 auf rund 19 Prozent steigen.







