Morgan Stanley erhöht Kursziel für Lockheed Martin auf 835 US-Dollar

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Nach dem neuen F-35-Rahmenabkommen mit dem Pentagon bewertet Morgan Stanley die Lockheed-Martin-Aktie mit "Overweight" statt "Equal Weight". Die Bank sieht 38 Prozent Kurspotenzial gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Das Abkommen braucht allerdings noch die Zustimmung und Finanzierung durch den…

F-35-Vereinbarung stärkt Zuversicht der Analystin

Morgan-Stanley-Analystin Kristine Liwag stützt ihre optimistischere Einschätzung vor allem auf die neue Vereinbarung mit dem Pentagon. Das Kursziel setzte die US-Investmentbank von zuvor 690 auf 835 US-Dollar herauf. Für Lockheed Martin hat das F-35-Programm erhebliches Gewicht: Es steht für 20 bis 30 Prozent des Umsatzes. Liwag zufolge hatten Anleger befürchtet, die USA könnten das Programm kürzen, um den Ausbau des Raketenbereichs im Verteidigungshaushalt zu finanzieren.

Das von CNBC berichtete Aufwärtspotenzial von 38 Prozent bezieht sich auf den Schlusskurs vom Freitag. Laut LSEG-Daten bewerten 13 der insgesamt 26 Analysten die Aktie mit "Buy" oder "Strong Buy", weitere zwölf mit "Hold". Auf Tradegate lag der Kurs am 27. Oktober 2026 um 10:00 Uhr bei 569,60 Euro, ein Plus von 0,21 Prozent.

Mindestens 850 Maschinen über zehn Jahre

Lockheed Martin und das US-Verteidigungsministerium (Department of War) stellten das Rahmenabkommen am 22. Oktober 2026 vor. Es sieht über zehn Jahre mindestens 850 F-35-Kampfflugzeuge für die US-Streitkräfte vor. Die jährliche Produktionsrate bleibt bei 156 Maschinen. Zum Rahmen gehören außerdem Ersatzteile, Umrüstungs- und Wartungspakete für zehn Jahre sowie Bestellungen internationaler Kunden für die Produktionslose 21 bis 30.

Nach Angaben des Pentagons wird Lockheed Martin mindestens 7 Milliarden US-Dollar selbst aufbringen, um Initiativen zur Unterstützung des F-35-Programms zu finanzieren. Der Konzern schätzt, dass das Programm 317.000 Arbeitsplätze in den USA sichert und in den kommenden zehn Jahren eine Wirtschaftsleistung von jährlich rund 79 Milliarden US-Dollar erzeugt.

Finanzierung und Vertragsbedingungen noch offen

Eine verbindliche Beschaffung ist mit dem Rahmenabkommen noch nicht vereinbart. Dafür muss der US-Kongress zustimmen und die erforderlichen Mittel bewilligen. Erst nach der Genehmigung für eine mehrjährige Beschaffung sollen Preise, Zeitpläne und weitere Vertragsbedingungen ausgehandelt werden.

Das Repräsentantenhaus hat seinen Entwurf für das jährliche Verteidigungsgesetz bereits im Juli 2026 verabschiedet. Im Senat verhinderten die Demokraten jedoch eine Abstimmung; die Beratungen wurden auf die Zeit nach den Zwischenwahlen im November verschoben. Bis zum 11. Dezember 2026 gilt zudem eine Übergangsfinanzierung, unter der mehrjährige Beschaffungsverträge in der Regel ausgeschlossen sind.

Weltweite Flotte und gesunkene Einsatzbereitschaft

Nach Angaben von Lockheed Martin sind weltweit mehr als 1.375 F-35 stationiert. Zusammen haben sie über eine Million Flugstunden absolviert. Die Flugzeuge werden von 42 Stützpunkten aus betrieben; in 13 Nationen erfolgt der Betrieb auf eigenem Boden.

Zur Einsatzbereitschaft nennt ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO deutlich niedrigere Werte als noch 2021: Die sogenannte Mission Capable Rate der F-35-Flotte betrug im Haushaltsjahr 2025 44 Prozent, gegenüber 67 Prozent im Jahr 2021.

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