Katholiken begehen Allerheiligen – große Totentag-Parade in Mexiko-Stadt

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Mit Friedhofsbesuchen und geschmückten Familiengräbern erinnern katholische Gläubige an diesem 1. November an ihre Verstorbenen. Allerheiligen ist zugleich den unbekannten Heiligen gewidmet. In Mexiko-Stadt wurde der Tag der Toten bereits gestern mit einem großen Straßenumzug gefeiert.

Allerheiligen und Allerseelen

Der Bayerische Rundfunk berichtet über das Totengedenken an Allerheiligen und die Besuche an den Gräbern. Am folgenden Tag, dem 2. November, steht mit Allerseelen ein weiterer katholischer Gedenktag für die Verstorbenen an. Zu den Bräuchen zählen nach Angaben des MDR Gräbersegnungen sowie Kerzen und Laternen als Grabschmuck.

Der Termin für das Heiligengedenken geht in den Westkirchen auf Papst Gregor IV. zurück: Er legte dafür im Jahr 835 den 1. November fest, wie der MDR erläutert. In den Ostkirchen fällt das Gedenken dagegen auf den ersten Sonntag nach Pfingsten.

Wo der 1. November gesetzlicher Feiertag ist

In Deutschland haben fünf Bundesländer Allerheiligen als gesetzlichen Feiertag: Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehört der Tag dagegen nicht zu den gesetzlichen Feiertagen, so der MDR.

2026 fällt der 1. November auf einen Sonntag. Damit bringt Allerheiligen auch in den fünf Feiertagsländern keinen zusätzlichen arbeitsfreien Werktag. Allerseelen am 2. November ist bundesweit kein gesetzlicher Feiertag.

1,6 Millionen Zuschauer bei der Parade in Mexiko-Stadt

Musiker und Akrobaten begleiteten am Samstag, dem 31. Oktober 2026, den großen Umzug zum "Día de los Muertos" durch Mexiko-Stadt. Auf den Festwagen waren riesige Skelette zu sehen. Die Stadtverwaltung bezifferte die Zuschauerzahl auf rund 1,6 Millionen, wie das Tageblatt unter Berufung auf dpa berichtet.

Die Parade fiel in diesem Jahr auf das Wochenende des Formel-1-Grand-Prix in der Stadt. Im Vorfeld hatte die Verwaltung laut AFP mehr als eine halbe Million Besucher aus Mexiko und dem Ausland zu dem Umzug erwartet. Zu den diesjährigen Feierlichkeiten gehört außerdem eine Catrina-Skulptur auf dem Zócalo, dem Hauptplatz von Mexiko-Stadt. Die elegant gekleidete weibliche Skelettfigur ist elf Stockwerke hoch.

Die indigene mexikanische Festtradition gehört seit 2008 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit der UNESCO. Der große Straßenumzug in der Hauptstadt ist hingegen deutlich jünger: Als Vorbild diente eine Szene aus dem James-Bond-Film "Spectre" von 2015. Erstmals wurde die Parade 2016 veranstaltet; 2026 fand sie zum zehnten Mal statt. Auch der Pixar-Film "Coco" von 2017 machte das Fest international bekannter.

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