Ausschreitungen in Frankfurt nach weitgehend friedlichem Protestzug

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Nach einer Demonstration der Initiativen "Gen Z regelt" und "Generation Aufbruch" ist es am Samstagabend in der Frankfurter Innenstadt zu Ausschreitungen gekommen. Mehrere Polizisten wurden nach ersten Erkenntnissen verletzt. Bis zum späten Abend nahm die Polizei mehr als 30 Menschen vorläufig fest.

Polizei löst die Versammlung auf

Am Nachmittag waren zunächst Tausende Menschen weitgehend friedlich durch Frankfurt gezogen. Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf 8.000; die Veranstalter sprachen auf Instagram von 10.000 Menschen.

Nachdem Pyrotechnik und Böller gezündet worden waren und Steine Beamte getroffen hatten, beendete die Polizei gegen 18.20 Uhr die Versammlung. Sie berichtete außerdem von Molotowcocktails, die auf Einsatzkräfte geworfen worden seien.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte am frühen Abend, nach ersten Erkenntnissen seien mehrere Polizisten verletzt worden, einer davon "möglicherweise auch etwas schwerer verletzt". Für die massiven Angriffe mit Flaschen, Steinen und Pyrotechnik machte er "ungefähr 100 linksextremistisch motivierte Gewalttäter" verantwortlich.

Mehr als 1.000 Einsatzkräfte rund um die Zeil

Die Einkaufsstraße Zeil wurde von der Polizei gesperrt. Nach Angaben des hessischen Innenministeriums waren in diesem Bereich mehr als 1.000 Einsatzkräfte tätig. Zur Ausstattung gehörten Wasserwerfer und gepanzerte Fahrzeuge.

Auch ein Hubschrauber und Drohnen kamen zum Einsatz; die Bundespolizei war ebenfalls vor Ort. Die Zahl der vorläufigen Festnahmen stieg bis zum späten Abend auf mehr als 30.

Auch in anderen Städten Ausschreitungen

Neben Frankfurt meldeten auch Köln, Berlin und Hamburg am Abend Ausschreitungen.

In Frankreich beteiligten sich am selben Samstag nach Behördenangaben 320.000 Menschen an Demonstrationszügen, darunter 70.000 in Paris. Landesweit wurden dort bis 20.00 Uhr 511 Menschen festgenommen.

Veranstalter distanzieren sich von der Gewalt

Beide Frankfurter Veranstalter distanzierten sich von den Ausschreitungen. "Generation Aufbruch" reagierte nach eigenen Worten "zutiefst traurig" und "sprachlos". "Gen Z regelt" kündigte an, die "Geschehnisse und mögliche Fehler sorgfältig aufarbeiten, um daraus zu lernen".

Die Initiative will sich zudem an den europaweiten Protesten am 20. November beteiligen. Ein Sprecher bezeichnete die Proteste vom Samstag als "nur der erste Schritt".

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