Herkunft der präparierten Süßigkeiten noch unklar
Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur waren die Kinder am Samstagabend im Stadtteil Wintzingerode von Tür zu Tür gezogen. An welcher der zahlreichen besuchten Adressen sie die betroffenen Süßigkeiten erhalten hatten, ließ sich bislang nicht feststellen. Leinefelde-Worbis liegt im Landkreis Eichsfeld.
Die ermittelnde Landespolizeiinspektion Nordhausen erklärte am 1. November 2026, sie gehe angesichts der Umstände von einer gezielten Manipulation aus: Die Nadeln seien mutmaßlich eingebracht worden, um Verletzungen zu verursachen. Die Behörde leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ein. Verletzte waren zunächst nicht bekannt.
Ihre eindringliche Warnung richtet die Polizei an alle Eltern in der Region: Bevor Kinder die gesammelten Süßwaren essen, sollten diese genau geprüft werden.
Neunjähriger findet Magnete an einem Kaubonbon
Einen weiteren Fund meldete die Polizei in der Nacht aus Appenheim im rheinland-pfälzischen Landkreis Mainz-Bingen. Dort überprüfte ein neunjähriger Junge am 31. Oktober 2026 seine Halloween-Süßigkeiten. Anlass war, dass seine 36-jährige Mutter zuvor auf Instagram auf mögliche Manipulationen aufmerksam geworden war. Das geht aus einer von news.de wiedergegebenen Meldung der Polizeiinspektion Ingelheim hervor.
Bei der Kontrolle entdeckte der Junge zwei Magnete an einem Kaubonbon. Beide hatten einen Durchmesser von jeweils etwa zwei Millimetern. Nachdem die Polizeiinspektion Ingelheim über den Fund informiert worden war, nahm sie eine Anzeige auf und begann noch in derselben Nacht mit ersten Ermittlungen.
Frühere Funde und Zweifel an einem Fall in Oberbayern
Bereits in den Jahren zuvor gab es in Deutschland Funde von Metallnadeln in Halloween-Schokoriegeln. Watson.de nennt Vorfälle im niedersächsischen Rehden und im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Der Riegel aus Ebersberg war beim Süßigkeitensammeln an einen vierjährigen Jungen gelangt. Bei diesen Fällen wurde niemand verletzt.
Zum Fall Ebersberg teilte die zuständige Polizei im März 2025 allerdings mit, dass sie nicht mehr von einer größeren Aktion ausgehe. Die Ermittler prüften vielmehr, ob der Vorfall möglicherweise vorgetäuscht worden war.
Auch aus mehreren Regionen Polens liegen entsprechende Polizeimeldungen vor. Wie watson.de unter Berufung auf den Radiosender Polskie Radio berichtet, fanden Kinder dort Süßigkeiten mit Nadeln, Stiften oder Rasierklingen.







