Dax dürfte mit weiteren Gewinnen in den Donnerstag starten

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Für den Dax zeichnet sich am Donnerstag, dem 29. Oktober, eine Fortsetzung der bisher erfolgreichen Börsenwoche ab. Gut zwei Stunden vor Handelsbeginn auf Xetra veranschlagte IG Markets den Leitindex bei 25.765 Punkten und damit 0,24 Prozent höher. Er dürfte somit auf dem höchsten Stand seit fünf W…

Volkswagen, Adidas und MTU legen Zahlen vor

Am deutschen Aktienmarkt stehen am Morgen unter anderem die Quartalsberichte der Dax-Unternehmen Volkswagen, Adidas und MTU Aero Engines an. Bei Volkswagen sind die Erwartungen gedämpft: Eine nicht zahlungswirksame Abschreibung von rund 6 Milliarden Euro auf den Firmenwert von Porsche belastet das dritte Quartal besonders stark. Bereits im September hatte der Konzern seine Prognose für die operative Umsatzrendite 2026 von 4,0 bis 5,5 Prozent auf bis zu 1 Prozent gesenkt.

Von Adidas liegen seit dem 20. Oktober vorläufige Zahlen für das dritte Quartal vor. Der Sportartikelhersteller steigerte den Umsatz um 9 Prozent auf 7,25 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 37 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro, enthält jedoch eine Erstattung von US-Zöllen über rund 200 Millionen Euro. Seine Jahresprognose für das Betriebsergebnis setzte Adidas von rund 2,3 Milliarden auf rund 2,5 Milliarden Euro herauf.

Bei MTU Aero Engines rechnen Analysten laut dem von Investing.com genannten Konsens für das dritte Quartal mit einem Umsatz von 2,38 Milliarden Euro und einem Gewinn von 4,46 Euro je Aktie.

Gegensätzliche Reaktionen auf die Technologiebilanzen

Nach dem US-Handelsschluss am Mittwoch kamen die Quartalsberichte von Microsoft und Alphabet sehr unterschiedlich an. Microsoft übertraf mit seinem ersten Geschäftsquartal 2026/2027 von Juli bis September die Erwartungen deutlich. Wie onvista berichtet, erzielte der Konzern 92,3 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen Gewinn von 4,89 US-Dollar je Aktie. Auf die Cloud-Plattform Azure entfielen 33,2 Milliarden US-Dollar Umsatz, rund eine Milliarde mehr als erwartet. Nachbörslich gewann die Microsoft-Aktie gut vier Prozent und erreichte ein Rekordhoch.

Alphabet enttäuschte dagegen vor allem im Cloud-Geschäft. Zwar wuchs der Konzernumsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent auf 127,6 Milliarden US-Dollar. Google Cloud trug jedoch nur 30,7 Milliarden US-Dollar bei, während die Wall Street mehr als 39 Milliarden erwartet hatte. Auch der Gewinn je Aktie blieb mit 2,12 US-Dollar hinter den erwarteten rund 2,97 US-Dollar zurück. Der freie Cashflow betrug rund minus neun Milliarden US-Dollar. Die Aktie der Google-Mutter verlor nachbörslich 7,7 Prozent und fiel unter 300 US-Dollar.

Auch Samsung erfüllte die hohen Erwartungen der Anleger nicht ganz, obwohl der Elektronikkonzern im dritten Quartal 2026 einen Rekordgewinn erzielte. Der Betriebsgewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um nahezu das Neunfache auf 107,4 Billionen Won, umgerechnet rund 72 Milliarden Euro. Der Umsatz entsprach etwas mehr als 131 Milliarden Euro. Samsung kündigte zudem Dividenden von insgesamt rund 20 Milliarden Euro an. Dennoch gab die Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen zunächst um mehr als vier Prozent nach.

Nach der Fed ist die EZB am Zug

Die US-Notenbank Federal Reserve ließ ihre Zinsen am Mittwochabend wie erwartet unverändert. Nach Angaben von Admirals blieb die Leitzinsspanne am 28. Oktober bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Für den Beschluss stimmten zehn Mitglieder, zwei waren dagegen: Fed-Gouverneurin Lisa D. Cook und Beth Hammack, Präsidentin der Fed von Cleveland, befürworteten eine Anhebung um 25 Basispunkte.

Im September 2026 hatte die Fed die Zinsen erstmals seit 2023 erhöht und damit die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent erreicht. Damals war die Entscheidung mit zwölf zu null Stimmen einstimmig gefallen. Der nächste Zinsbeschluss des Offenmarktausschusses FOMC ist für den 9. Dezember angesetzt. Nach der Oktober-Entscheidung bezifferte das CME FedWatch Tool die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im Dezember auf 87,5 Prozent; am Vortag waren es 73 Prozent gewesen.

Für die Sitzung der Europäischen Zentralbank an diesem Donnerstag erwarten Volkswirte ebenfalls keine Zinsänderung. Der Einlagesatz liegt vor der Entscheidung bei 2,50 Prozent.

#Europäische Zentralbank#DAX#Zinsen#Volkswagen
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