SWR Kultur: Mittagskonzert mit Brahms, Weinberg und Barockwerken

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Im Mittagskonzert von SWR Kultur stehen unter anderem Brahms' Haydn-Variationen und Weinbergs Cellokonzert auf dem Programm. Zu hören sind außerdem Vokalwerke von Graupner und Händel, Kammermusik von Haydn sowie Musik von Purcell, Bach, Mozart, Pärt und Telemann.

Auftakt mit Brahms' Haydn-Variationen

Ari Rasilainen leitet die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zum Auftakt in Johannes Brahms' Variationen über ein Thema von Joseph Haydn für Orchester B-Dur op. 56a. Brahms schrieb das Werk im Sommer 1873 in Tutzing; bei der Uraufführung am 2. November desselben Jahres in Wien stand er selbst am Pult.

Die Herkunft des Themas ist weniger eindeutig, als der Werktitel vermuten lässt. Der "Chorale St. Antoni" findet sich im zweiten Satz eines Divertimentos in B-Dur (Hob. II:46), dessen Zuschreibung an Haydn wahrscheinlich falsch ist. Möglicherweise liegt dem Choral ein Wallfahrtslied zugrunde.

Anschließend erklingt Christoph Graupners Kantate "Die Andacht fragt nach dir" GWV 1111/42. Tenor Georg Poplutz und Bass Dominik Wörner musizieren mit dem Kirchheimer BachConsort unter Florian Heyerick. Das Busch Trio übernimmt danach Joseph Haydns Klaviertrio C-Dur Hob. XV:21.

Weinbergs lange aufgeschobene Uraufführung

Friedrich Thiele ist der Solist in Mieczysław Weinbergs Violoncellokonzert c-Moll op. 43. Ihn begleitet das Philharmonische Staatsorchester Mainz unter Paweł Kapuła.

Mit diesem Werk schrieb Weinberg 1948 sein erstes großes Konzert überhaupt. Die kulturpolitischen Verhältnisse in der Sowjetunion verzögerten jedoch die Uraufführung: Wie Schostakowitsch war auch Weinberg dem Vorwurf angeblicher "formalistischer Tendenzen" ausgesetzt. Erst Anfang 1957 wurde das Konzert in Moskau erstmals aufgeführt. Den Solopart spielte Mstislaw Rostropowitsch, Samuil Samosud dirigierte die Moskauer Philharmoniker. Heute gehört das Konzert zu Weinbergs meistaufgeführten Werken.

Auf Weinberg folgt Henry Purcells "The Fairy Queen" Z 629 mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock.

Von Bach und Mozart zu Pärt, Händel und Telemann

Das MDR-Sinfonieorchester ist im weiteren Programm unter zwei Dirigenten zu hören: zunächst mit Johann Sebastian Bachs "Schmücke dich, o liebe Seele" BWV 654 unter Jun Märkl, später mit Arvo Pärts "Festina lente" unter Kristjan Järvi. Dazwischen spielt das armonia ensemble Wolfgang Amadeus Mozarts Gran Partita B-Dur KV 361.

Für Georg Friedrich Händels "Apollo e Dafne" HWV 122 kommen die Sopranistin Myrsini Margariti und der Bassist Nikolay Borchev zum Händelfestspielorchester Halle. Die Leitung hat Bernhard Forck. Zum Schluss spielt das Telemannische Collegium Michaelstein unter Ludger Rémy Georg Philipp Telemanns Konzert a-Moll.

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