Fahrer flüchtet vor Zivilstreife
Zivilpolizisten wollten den Smart Forfour am 3. November 2026 gegen 13:45 Uhr auf dem Kurfürstendamm kontrollieren. Neben dem Fahrer saß eine Frau im Wagen. Als die Beamten das Blaulicht auf dem Dach ihres Einsatzwagens einschalteten, beschleunigte der Mann und flüchtete.
Die anschließende Verfolgung führte über die Uhlandstraße, die den Kurfürstendamm kreuzt. Zeitweise waren zehn Streifenwagen beteiligt. Einem Polizeisprecher zufolge versuchte der Fahrer mehrfach, bei Wendemanövern Einsatzkräfte anzufahren.
Der Smart war auch auf Gehwegen unterwegs, stieß gegen geparkte Fahrzeuge und durchbrach Poller. Der Sprecher bezeichnete die Situation für Passanten als lebensgefährlich: "Die sind zur Seite gesprungen." Verletzt wurde laut Polizei niemand.
Flucht endet trotz Reifenschuss erst nach Kollision
Um den Wagen zu stoppen, schoss ein Polizist auf einen Reifen. Der Fahrer setzte seine Flucht jedoch zunächst fort und verursachte mehrere Verkehrsunfälle.
Erst gegen 14 Uhr endete die Verfolgung auf der Uhlandstraße: Dort kollidierte der Smart mit einem entgegenkommenden Pkw und wurde erheblich beschädigt. Nach Darstellung des Polizeisprechers blieb der Fluchtwagen schließlich stecken.
Die Berliner Polizei meldete am 3. November auf der Plattform X eine vollständige Sperrung der Uhlandstraße zwischen Kantstraße und Kurfürstendamm. Zu diesem Zeitpunkt dauerten die Ermittlungen an.
Fingerabdrücke führen zu offenen Haftbefehlen
Die Polizei nahm den Fahrer und seine Beifahrerin fest. Beide hatten gefälschte Ausweisdokumente dabei. Erst die Überprüfung ihrer Fingerabdrücke ergab nach Polizeiangaben, dass gegen beide offene Haftbefehle vorlagen.
"Sie haben noch offene Freiheitsstrafen", sagte der Polizeisprecher. Welche Straftaten den Verurteilungen zugrunde lagen, konnte die Polizei nicht sagen.
Nach dem Stand vom 3. November befanden sich der Mann und die Frau in Polizeigewahrsam und sollten einem Richter vorgeführt werden.







