Apple erreicht Umsatzrekorde, enttäuscht aber mit dem Ausblick

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Ein starkes iPhone-Geschäft hat Apples Quartalsumsatz auf 114,5 Milliarden Dollar gehoben. Konzernchef John Ternus verkündete am Montag Rekorde für das Smartphone und den Gesamtkonzern. Die Prognose für das laufende Quartal blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück: Im nachbörslichen Handel an der…

iPhone, MacBooks und Services übertreffen Erwartungen

Im September-Quartal nahm Apple zwölf Prozent mehr ein als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs fiel überraschend kräftig aus. Auch das Geschäftsjahr 2025/2026 endete mit einem Umsatzrekord: Laut iThinkDiff beliefen sich die Erlöse auf 479 Milliarden Dollar.

Auf das iPhone, Apples mit Abstand wichtigstes Produkt, entfielen im Quartal 57,56 Milliarden Dollar Umsatz. Das waren 17,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und rund eine Milliarde Dollar mehr, als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten.

Auch die MacBook-Erlöse lagen etwa eine Milliarde Dollar über den Markterwartungen; sie erreichten 10,79 Milliarden Dollar. Einen weiteren Rekord steuerte das Servicegeschäft bei: Mit Angeboten wie dem App Store und Apple TV+ erzielte die Sparte 31,57 Milliarden Dollar.

Rückgänge bei iPads und Wearables

Bei zwei Produktgruppen meldete Apple dagegen sinkende Einnahmen. Nach Angaben von iThinkDiff fiel der iPad-Umsatz um 10,4 Prozent auf 6,23 Milliarden Dollar. Im Bereich Wearables, Home und Zubehör gingen die Erlöse um 7,9 Prozent auf 8,30 Milliarden Dollar zurück. Apple verwies beim iPad auf Liefereinschränkungen und bei Wearables auf eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr.

Regional verzeichnete Greater China das stärkste Wachstum: Dort stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 17,5 Milliarden Dollar. Als einzige Region verbuchte Japan ein Minus. Die Erlöse sanken dort um 1,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar.

Rückerstattungen stützen Marge und Ergebnis

Apples Bruttomarge erreichte im September-Quartal 47,9 Prozent. Rund ein Prozentpunkt davon entfiel auf Zollrückerstattungen. Auch im verwässerten Ergebnis je Aktie von 2,10 Dollar waren diese enthalten, und zwar mit 0,05 Dollar. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Ergebnis je Aktie um 14 Prozent.

Für die kommenden Monate rechnet Ternus mit weiter steigenden Speicherkosten. Das gelte für das Dezember-Quartal und darüber hinaus, berichtete PCMag unter Berufung auf den Konzernchef. Die Abnahmeverpflichtungen gegenüber Fertigungspartnern erhöhten sich zwischen dem zweiten und dritten Quartal um 33 Milliarden Dollar.

Neuer Konzernchef und Lieferengpässe beim Falt-iPhone

Ternus führt Apple seit Mitte des abgeschlossenen Quartals. Zuvor hatte er das Hardwaregeschäft verantwortet; an der Konzernspitze löste er den langjährigen Chef Tim Cook ab. Neue iPhone-Modelle stellt Apple traditionell im September vor, sodass sie rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft erhältlich sind.

Das iPhone Duo, Apples erstes aufklappbares Modell, kam am 23. Oktober 2026 auf den Markt. Der Einstiegspreis lag bei 1.999 US-Dollar; in Euro kostet das Gerät mehr als 2.000 Euro. Bereits kurz nach dem Verkaufsstart verschoben sich die Liefertermine bis in den Januar. Gegenüber CNBC erklärte Ternus, dass die Lieferengpässe weiterhin bestünden.

Vor dem Marktstart hatte Counterpoint Research geschätzt, Apple könnte 2026 rund sechs Millionen Exemplare des iPhone Duo verkaufen.

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