Hurun-Liste 2026: Zhang Yiming kehrt dank KI-Boom an die Spitze zurück

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ByteDance-Gründer Zhang Yiming ist nach Schätzung des Hurun-Reports wieder Chinas reichster Mann. Sein Vermögen wuchs um 43 Prozent auf 99,7 Milliarden US-Dollar. Vom KI-Boom profitieren auch weitere Unternehmer in der Rangliste.

KI prägt den Vermögenszuwachs

Für den 43-jährigen Zhang entspricht die Vermögensschätzung derzeit etwa 89,3 Milliarden Euro. Das Forschungsinstitut Hurun mit Sitz in Shanghai führt den Zuwachs auch auf die "aggressiven Bemühungen" im KI-Geschäft von ByteDance zurück. Zu dem von Zhang gegründeten Konzern gehört Tiktok.

Der Einfluss der Technologie reicht weit über den Spitzenreiter hinaus: Nach Angaben von Hurun verdienen 160 der insgesamt 1.529 erfassten Personen ihr Geld mit KI, also etwa jeder Zehnte. Der Anteil der in diesem Bereich aktiven Gelisteten erhöhte sich von 9 auf 10,4 Prozent. Hurun bezeichnet KI damit als größten einzelnen Vermögensmotor der Liste.

Die Entwicklung verlief allerdings je nach Branche unterschiedlich. Hurun-Chef Rupert Hoogewerf erklärte laut Mitteilung: "Unternehmer aus den Bereichen KI, Halbleiter und Robotik legten kräftig zu, während diejenigen aus den Bereichen Konsumgüter, Immobilien und traditionelle Fertigung ihr Vermögen schrumpfen sahen."

DeepSeek-Gründer steigt in die Top Ten ein

Mit Liang Wenfeng gehört nun auch der Gründer des chinesischen KI-Unternehmens DeepSeek zu den zehn Reichsten. Hurun setzt den 41-Jährigen mit geschätzten 41,7 Milliarden US-Dollar auf Rang sieben. Auf Platz zehn folgt der ebenfalls 41-jährige Chen Tianshi vom KI-Chipentwickler Cambricon, dessen Vermögen auf 30,5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Liang zählt zugleich zu den 263 Personen, die 2026 erstmals in der Liste erscheinen. Ein weiterer Neuzugang ist Wang Xingxing: Für den 36-jährigen Unternehmer vom Hersteller humanoider Roboter Unitree weist Hurun 10,3 Milliarden US-Dollar aus.

Zhong verliert Vermögen, CATL-Unternehmer rückt vor

Der langjährige Spitzenreiter Zhong Shanshan steht nun auf Platz zwei. Das Vermögen des Gründers der Trinkwassermarke Nongfu Shanquan, auch als Nongfu Spring bekannt, sank gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf geschätzte 61,0 Milliarden US-Dollar. Laut Hurun lagen die Nongfu-Aktien 17 Prozent unter ihrem Vorjahreshoch; sein Impfstoffhersteller Wantai Bio verlor die Hälfte seines Werts.

Auf Rang drei verbesserte sich Robin Zeng Yuqun von CATL mit 57,3 Milliarden US-Dollar und einem Zuwachs von 17 Prozent. Tencent-Gründer Ma Huateng fiel dagegen auf den vierten Platz zurück: Sein Vermögen verringerte sich um 26 Prozent auf 51,5 Milliarden US-Dollar.

Auch die Immobilienbranche hat in der Spitzengruppe an Gewicht verloren. Erstmals ist unter den 100 Reichsten kein Immobilienentwickler vom chinesischen Festland mehr vertreten. Die dort verbliebenen Immobilienvermögen gehören Hongkonger Vermieterfamilien.

Gesamtvermögen steigt auf 4,8 Billionen Dollar

Insgesamt nahm das Vermögen der erfassten Personen laut dem am 27. Oktober 2026 veröffentlichten Bericht um 7 Prozent auf 4,8 Billionen US-Dollar zu. Damit liegt es nur noch rund ein Zehntel unter dem Rekord von 5,3 Billionen US-Dollar aus dem Jahr 2021. Die Zahl der Dollar-Milliardäre erhöhte sich um 155 auf 1.176 und übertrifft die Zahl in den USA damit um 176.

Für die 28. Ausgabe berechnete Hurun die Vermögen zum Stichtag 1. September 2026. Voraussetzung für die Aufnahme waren mindestens 5 Milliarden Yuan, entsprechend rund 740 Millionen US-Dollar. Die 1.529 Gelisteten sind im Durchschnitt 61 Jahre alt.

Shenzhen führt erstmals die Städtewertung an

Die meisten der erfassten Superreichen haben ihren Sitz in Shenzhen: Mit 177 Personen, 30 mehr als im Vorjahr, liegt die Stadt erstmals vorn. Hurun führt dies auf die dortigen Cluster für Halbleiter, KI und Robotik zurück.

Shanghai folgt mit 161 Personen und einem Plus von neun. Peking verzeichnet sechs weniger als im Vorjahr und kommt auf 140. Hongkong überschritt mit 102 Personen erstmals die Marke von 100.

#Künstliche Intelligenz#China
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