Alphabet verliert nach Quartalszahlen 2,65 %: KI-Ausgaben im Fokus

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Nach der Vorlage der Quartalsbilanz am Vorabend fällt die Alphabet-Aktie am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, um 2,65 %. Trotz kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft verfehlte der Konzern die Umsatz- und Gewinnerwartungen. Zugleich stehen hohe KI-Investitionen und ein negativer freier Cashflow im Bl…

Umsatz und Gewinn bleiben hinter den Erwartungen zurück

Für das dritte Quartal von Juli bis September 2026 meldete Alphabet am 28. Oktober einen Umsatz von 127,58 Mrd. US-Dollar. Das waren 25 % mehr als ein Jahr zuvor, aber weniger als die von Analysten erwarteten 128,22 Mrd. US-Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie standen 2,67 US-Dollar einer Prognose von 3,02 US-Dollar gegenüber. Nach Angaben von CNBC verfehlte Alphabet damit erstmals seit fast vier Jahren gleichzeitig die Umsatz- und Gewinnprognosen.

Das Ergebnis enthielt einen Verlust aus Beteiligungswerten von 8,66 Mrd. US-Dollar. Noch im zweiten Quartal hatten Beteiligungen an SpaceX und Anthropic in dieser Kategorie einen Sonderertrag von 99,03 Mrd. US-Dollar eingebracht. Hinzu kam laut Goldesel im dritten Quartal eine Belastung durch eine EU-Kartellstrafe in Höhe von 5,2 Mrd. US-Dollar.

Google Cloud übertraf dagegen die Erwartungen: Der Quartalsumsatz wuchs um 103 % auf 30,7 Mrd. US-Dollar, während Analysten 28,7 Mrd. US-Dollar veranschlagt hatten. Auch zur Gemini-App nannte Alphabet eine neue Kennzahl. Nach Unternehmensangaben erreichte sie eine Milliarde Nutzer und ist damit das am schnellsten wachsende Produkt in der Geschichte des Konzerns.

Hohe Investitionen und negativer freier Cashflow

Alphabet gab im dritten Quartal 51,36 Mrd. US-Dollar für Sachanlagen aus. Der freie Cashflow belief sich auf minus 9,07 Mrd. US-Dollar. Laut CNBC hatten Analysten mit einem deutlich geringeren Fehlbetrag von 2,70 Mrd. US-Dollar gerechnet.

An der Prognose für die Kapitalausgaben 2026 hält Alphabet fest: Für das Gesamtjahr sind weiterhin 195 bis 205 Mrd. US-Dollar vorgesehen. Finanzchefin Anat Ashkenazi erwartet für 2027 einen deutlichen Anstieg. Die jährlichen Ausgaben sollen zunächst die Schwelle von 200 Mrd. US-Dollar und 2027 die Marke von 300 Mrd. US-Dollar überschreiten.

Die langfristigen Schulden erreichten im dritten Quartal 125,1 Mrd. US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatten sie 21,6 Mrd. US-Dollar betragen; der Anstieg liegt damit bei rund 479 %.

Für Aktienrückkäufe setzte Alphabet im dritten Quartal keine Mittel ein. Wie die Börsen-Zeitung berichtet, hatte der Konzern bereits in den ersten beiden Quartalen 2026 erstmals seit 2017 auf Rückkäufe verzichtet. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte Alphabet noch eigene Aktien für mehr als 11,5 Mrd. US-Dollar erworben.

Aktie auch über mehrere Monate im Minus

Mit dem Kursrückgang vom Donnerstag summiert sich der Verlust auf Wochensicht auf 12,15 %. Über einen Monat beträgt das Minus 13,72 %, über drei Monate 11,42 %. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 3,34 % eingebüßt, während im Jahresvergleich noch ein Gewinn von 11,73 % bleibt. Der Börsenwert liegt bei 1,52 Billionen Euro.

Die großen Technologiewerte entwickeln sich am Donnerstag uneinheitlich. Neben Alphabet geben auch Amazon und Microsoft nach; Apple und Meta verzeichnen hingegen Kursgewinne.

Goldman Sachs reduzierte am 29. Oktober das Kursziel für die Alphabet-A-Aktie von 435 auf 385 US-Dollar. Die Kaufempfehlung blieb bestehen.

Community diskutiert Chancen und Bewertungsrisiken

Laut der KI-generierten Zusammenfassung des wallstreetONLINE-Forums diskutieren die Nutzer sowohl das starke Cloud- und operative Gewinnwachstum als auch das schwächere Wachstum im Suchgeschäft und die Konkurrenz durch KI-Angebote. Weitere Themen sind Buchverluste aus der SpaceX-Beteiligung, die hohen KI-Investitionen und der negative freie Cashflow.

Das Stimmungsbild der Community ist insgesamt positiv. Während einige Nutzer den Kursrückgang als Einstiegschance betrachten, verweisen andere auf Bewertungsrisiken und die ungewisse Rendite der Investitionen.

#Künstliche Intelligenz
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