Woidke zeichnet elf Menschen mit Brandenburgs Verdienstmedaille aus

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Für ihr Engagement in Brandenburg sollen elf Frauen und Männer die Verdienstmedaille des Landes erhalten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird sie am Montag, dem 26. Oktober 2026, in Potsdam ehren. Gewürdigt werden Leistungen im Ehrenamt und im Beruf.

Einsatz für Gesundheit, Kultur und Vereinsleben

Die Verleihung beginnt nach Angaben der Staatskanzlei um 14:00 Uhr in deren Brandenburg Saal. Veranstaltungsort ist die Heinrich-Mann-Allee 107 in 14473 Potsdam. Zu den Verdiensten der Geehrten zählt die Staatskanzlei Beiträge zur Gesundheitsversorgung, zur Bienenzucht und zur Justiz ebenso wie Kulturangebote, die Bewahrung von Heimatgeschichte und den Wiederaufbau eines historischen Friedhofs.

Zu den Ausgezeichneten gehört Gabriele Wolter. Seit mehr als 40 Jahren setzt sie sich laut Staatskanzlei für die Gesundheitsversorgung in Brandenburg an der Havel ein. Als Geschäftsführerin habe sie das städtische Klinikum "zu einem modernen Schwerpunkt- und Universitätsklinikum mitentwickelt".

In Lindow im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist Heidemarie Harth seit mehr als einem halben Jahrhundert ehrenamtlich aktiv. Ihr Engagement reicht vom Sport über den Karneval bis zur Kommunalpolitik. Zu den Gründungsmitgliedern des Lindower Karnevalvereins gehörte sie bereits 1974.

Kostenlose Kulturveranstaltungen für alle Altersgruppen stehen im Mittelpunkt der Arbeit von Gabriele und Raymund Stolze in Hoppegarten im Landkreis Märkisch-Oderland. Das Paar gründete die Gruppe "mach art", deren Programm Literatur, Kunst und Musik umfasst. Für diese gemeinsame gesellschaftliche Arbeit erhalten beide die Medaille.

Heimatgeschichte, Kriegsgräber und Bienenzucht

Für die Bewahrung der Stadt- und Heimatgeschichte von Putlitz im Landkreis Prignitz werden Ingrid und Olaf Waterstradt geehrt. Maria und Joachim Rohr wiederum haben sich gemeinsam für den historischen Friedhof in Küstrin-Kietz im Landkreis Märkisch-Oderland eingesetzt. Sie gaben den Anstoß zur Neugestaltung des Soldatenfriedhofs, den die Wehrmacht 1945 angelegt hatte. 1995 wurde er als Kriegsgräberstätte eingeweiht.

Jürgen Brauße aus dem Landkreis Teltow-Fläming erhält die Auszeichnung für seinen Einsatz zum Erhalt der Bienen. Dabei hat er insbesondere auf künstliche Bienenbesamung gesetzt. Gegen die Varroamilbe geht er ohne chemische Bekämpfungsmittel vor. Der Parasit befällt unter anderem die Brut und kann Krankheitserreger übertragen, die für Bienen gefährlich sind.

Eine zusätzliche Ehrung neben dem Verdienstorden

Mit der Medaille würdigt das Land nach Angaben der Staatskanzlei ehrenamtlichen Einsatz, herausragende Leistungen im Beruf oder als Unternehmer sowie besondere Einzelleistungen. Woidke bezeichnet sie als zusätzliche Form des Dankes und der Ehrung neben dem Verdienstorden des Landes Brandenburg.

Das Kabinett beschloss im März 2024, die Medaille durch den Ministerpräsidenten stiften zu lassen. Der entsprechende Erlass datiert vom 26. März 2024. Die erste Verleihung folgte am 11. Juli desselben Jahres: Damals wurden zwölf besonders engagierte Frauen und Männer ausgezeichnet.

Der Stiftungserlass legt auch die Gestaltung fest: Die runde, silberfarbene Medaille trägt vorn das Landeswappen und die Aufschrift "Verdienstmedaille des Landes Brandenburg". Auf der Rückseite steht "Für besondere Verdienste um das Land Brandenburg". Die Geehrten dürfen die Medaille behalten; sie geht in ihr Eigentum über. Dazu erhalten sie eine Urkunde, die der Ministerpräsident unterzeichnet und die mit dem großen Landessiegel versehen ist.

Vorschläge und Auswahl

Wer für die Medaille vorgeschlagen werden darf, regelt ebenfalls der Stiftungserlass. Vorschläge können die Mitglieder der Landesregierung für ihren jeweiligen Geschäftsbereich sowie die Landtagspräsidentin oder der Landtagspräsident einreichen. Für das Gebiet ihres Landkreises beziehungsweise ihrer kreisfreien Stadt sind auch Landrätinnen und Landräte sowie Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister vorschlagsberechtigt. Darüber hinaus kann der Ministerpräsident eine Verleihung selbst anstoßen.

Bei der Auswahl sollen Männer und Frauen zu gleichen Teilen zum Zuge kommen. Zugleich verlangt der Erlass, die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten zu beachten.

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